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Socio-critical

human-animal bond

Fotografien, 2012

Foto eines nackten Mannes, der einen gehäuteten Hasen im Arm hält
Foto einer nackten Frau, die eine gerupfte Gans in den Armen hält
Foto eines Mannes, der einen gehäuteten Hasen im Arm hält
Foto einer nackten Frau mit totem Tier, eng umschlungen
Foto einer nackten Frau, eng umschlungen mit einem toten Tier
Foto einer nackten Frau, eng umschlungen mit einem toten Tier
Foto einer nackten Frau, eng umschlungen mit einem toten Tier
Foto einer nackten Frau, spielend mit einem toten Tier

In der Serie „human-animal bond“ inszeniert Marielle Viola Morawitz die Beziehung zwischen Mensch und Tier in einem konträren Licht: Der Betrachter sieht beide innig vor der Kamera posierend und ganz in ihr gemeinschaftliches Verhältnis vertieft. Aus den Gesten des Menschen spricht pure Zuneigung. Dabei bedient sich die Künstlerin nicht nur klassischer Tier-Mensch-Portraits, sondern geht noch einen Schritt weiter: Die Fotografien zeigen junge Frauen und Männer, die sich intensiv und mütterlich um das kleine Geschöpf bemühen. Das abgebildete Tier jedoch ist tot. Es ist gehäutet, geköpft, der Innereien beraubt. Die Ambivalenz unserer Beziehung zum Tier wird deutlich: Während Haustiere in einem ein nahezu Eltern-Kind-Verhältnis umsorgt werden, ist die Massentierhaltung heute noch grotesker als sie vor 20 Jahren war. In gewaltigen Tierfabriken werden 100.000 und mehr Tiere zusammengepfercht, gemästet und getötet.

In the series „human-animal bond“, Marielle Viola Morawitz portrays the relationship between humans and animals in a contrasting light: the viewer sees both intimately posing before the camera, deeply immersed in their communal bond. The human’s gestures express pure affection. The artist not only uses classic human-animal portraits but takes it a step further: the photographs show young women and men intensely and maternally caring for the small creature. However, the depicted animal is dead. It is skinned, decapitated, and disemboweled. The ambivalence of our relationship with animals becomes clear: while pets are cared for in an almost parent-child relationship, industrial animal farming today is even more grotesque than it was 20 years ago. In massive animal factories, 100,000 or more animals are crammed together, fattened, and slaughtered.

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